"Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft 2008" an maxiDoc
Besser als die Gesundheitskarte
cdgw vergibt "Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft 2008" an das Start up-Unternehmen maxiDoc

- Preisträger, Sponsor und cdgw-Präsidium (von links nach rechts): Peter Herrmann, Sprecher des cdgw-Präsidiums, Klaus Sellinghoff, Instruclean, Nils Finkernagel, maxiDoc, Holger Dettmann, cdgw-Präsidium, Dr. Holger Finkernagel, maxiDoc, Prof. Axel Ekkernkamp, cdgw-Präsidium, Gunter Murzin, cdgw-Präsidium (Foto: cdgw)
Die erstmals vergebene Auszeichnung "Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft" geht an maxiDoc. Die Mitglieder des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) zeichneten damit ein innovatives Start up-Unternehmen aus, das mit einer zündenden und verblüffenden Idee den politischen, technischen und wirtschaftlichen Zwist um die Gesundheitskarte mit einem Schlag verstummen lassen könnte. Der cdgw ist ein Business Club für führende Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom cdgw-Mitglied Instruclean (ein Tochterunternehmen von Vanguard) gesponsert. Der Preis wird künftig jährlich vergeben.
maxiDoc wurde von seinen beiden Geschäftsführern Nils und Dr. Holger Finkernagel vertreten. Hauptprodukt von maxiDoc ist ein USB-Stick, der beim Patienten verbleibt und dezentral Patienten-Daten speichert. Der Stick kann zudem weltweit eingesetzt werden, da er die Sprache automatisch dem Aufenthaltsland anpasst. Der USB-Stick enthält Dokumente von Haus-, Facharzt und Krankenhaus; es können Röntgenbilder ebenso wie Filme abgelegt werden. Auch sind Organspende-Ausweis und Patientenverfügung dokumentierbar. Für den Zugriff auf die Daten gibt es verschiedene Rechte-Hierarchien. Die wichtigsten Daten (Notfalldaten) sind von jedem lesbar, Berichte und sensible Patientendaten können nur mit einem entsprechenden Passwort gelesen werden. Veränderungen der Daten auf dem Stick kann nur ein Arzt vornehmen, der mit der entsprechenden kostenlosen Software ausgestattet ist. Nach Angaben Nils und Holger Finkernagels weist der Stick zur geplanten Gesundheitskarte zahlreiche entscheidende Vorteile auf: Er kostet einmalig 60 Euro, ist sofort verfügbar, markt-eingeführt und leicht handhabbar, Ärzte müssen keine teuren Lesegeräte anschaffen, die Kosten der notwendigen Software für die Mediziner liegen bei 15 bis 40 Euro, die Speicherkapazität des USB-Sticks sei nahezu unbegrenzt, und da die Sticks dezentral arbeiteten, müssten sie nicht an einen anfälligen zentralen Server angebunden werden. Eine hohe Datensicherheit sei garantiert, Missbrauch durch die Dezentralität ausgeschlossen.
Bei den Club-Mitgliedern stießen Präsentation und Produkt auf große Zustimmung. Kriterien für die Preisvergabe sind die Bewertung eines konkreten Projekts insbesondere hinsichtlich Originalität, Kreativität, Netzwerkcharakter, Praktikabilität, Patienten- resp. Kundennutzen sowie gesellschaftliche Relevanz und Kosteneffizienz.
Die Preisverleihung findet im Rahmen des nächsten Clubtreffens am 3. Juni 2008 in Berlin statt. Dazu werden auch ausgesuchte Multiplikatoren geladen.
Am Wettbewerb um den "Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft" konnten sich ausschließlich Mitglieder des cdgw beteiligen. Dem 2007 gegründeten Club mit Sitz in Berlin gehören mit steigender Tendenz derzeit mehr als 50 Personen an. Acht Unternehmen hatten ihre innovativen Geschäftsmodelle als Bewerbung für den Preis präsentiert und zur Abstimmung gestellt. Neben maxiDoc waren dies Holger Dettmann und Thomas Hufenstuhl für die VAMED Management und Service GmbH Deutschland, Dr. Robert Riefendahl für die ID Gesellschaft für Information und Dokumentation im Gesundheitswesen mbH, Sabine Eidmann für Comprendium Structured Financing GmbH, Prof. Dietmar Enderlein für die Medigreif-Unternehmensgruppe, Dr. Jürgen Kämper für via medis GmbH, Franz-Josef Richter für ahr Service GmbH und Sören Schmahl für iffm Institut für Facility Management GmbH.
E.B./Emmrich
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